The Ordinary Me

An jedem Anfang steht das Chaos! 2002 waren The Ordinary Me noch ein Nebenprojekt, zusammengewürfelt aus den Mitgliedern diverser Punkrockbands aus dem Raum Frankfurt. Der einzige gemeinsame Nenner? Man mochte sich und wollte zusammen neue Wege beschreiten.Der damals alles beherrschende Kaugummi-Punkrock kalifornischer Bauart eignete sich noch nie besonders gut, die Gefühle deutscher Winter zu transportieren. Aber wohin sollte der Weg gehen? Man stritt, tastete sich vor, probierte, wehrte sich gegen das „Schubladendenken" und fand einen Weg. Aus dieser kreativen Ursuppe entstand das musikalische Universum, in dem sich The Ordinary Me heute bewegen: Gitarrenwände schießen aus dem Boden, fallen wieder in sich zusammen und weichen leicht psychedelischen Effektwelten, die stets von kraftvollen Beats getragen werden. Der Bass kreiert zusammen mit oft wütendem Gesang ein Bedrohungsszenario, das die Alteingesessenen dieses Landes nervös machen könnte, nur um Sekunden später purer Euphorie zu weichen. In manche Songs von The Ordinary Me möchte man sich hineinwerfen. Man möchte mit nacktem Oberkörper da stehen, die Faust in den Himmel strecken und Fahnen schwenken auf denen „Leben!" steht. Die Rockbands der Stunde singen auf Deutsch? Nein!
Die Rockbands der Stunde - und aller Stunden, die seit der Erfindung des Rock vergangen sind - verausgaben sich auf der Bühne, zaubern in stickigen Clubs den harten Jungs eine Gänsehaut auf den Arm und den Mädchen ein Lächeln ins Gesicht. Sie haben den Jack auf dem Marshall stehen und keinen Plan wie sie wieder nach Hause kommen. The Ordinary Me ist eine dieser Bands.