Cruiserweight

Als Yogi und Urny Maxwell 1999 einen Sänger für ihre neue Band suchen, findet sich dieser sehr schnell in der Person ihrer Schwester Stella, die sich als Glücksgriff erweist. Denn ihre Stimme hebt sich von der Masse anderer Sängerinnen im Punk-Pop-Business ab und gibt der Band ein unverwechselbares Gesicht.
Mit Dave Hawkins, einem alten Freund der beiden Jungs, ist Cruiserweight kurze Zeit später komplett und beginnt sofort Songs zu schreiben und Konzerte zu geben.

Im Jahr 2000 erscheint die erste selbstproduzierte EP "First Day Of School" auf der Stella zwar noch nicht hundertprozentig ihren Stil gefunden hat, und die Songs noch nicht so zwingende Melodien aufweisen, man allerdings das Potential schon klar erkennen kann.

Ein Jahr später machen Sie auf ihrer zweiten EP entgegen dem Titel "This Will Undoubtedly Come Out Wrong" alles richtig. Grossartige Melodien, kraftvolles Songwriting, und eine Sängerin die ihren Stil gefunden hat. Die Songs "Cautionary Tale" und "Yellow Lights" belegen das.
Im Eigenvertrieb verkaufen Cruiserweight von dieser EP 12.000 Stück.
Die Klasse der Band spricht sich bald bis in die Chefetage von Doghouse Records herum, ein Label, dass ja schon mit den Get Up Kids, All American Rejects, Koufax, Gameface und Hot Water Music einen guten Riecher beweisen konnte, und 2005 erscheint in Amerika Cruiserweights Debütalbum "Sweet Weaponry".
 
13 mal dynamisches Songwriting und die eingängigen Pop-Hooks heben das Quartett von der Masse anderer Bands ab, aber es ist vor allem die markante und leidenschaftliche Stimme von Stella, die alles andere überflügelt und CRUISERWEIGHT so einzigartig werden lässt: wunderschön, fesselnd und aggressiv.
 
Die Bühne teilen sich Cruiserweight in dieser Zeit unter anderem mit Bands wie den Get Up Kids, Hot Water Music, Saves the Day, Dashboard Confessional, Strike Anywhere, The Anniversary, Rx Bandits, und Avail.


Spät, aber nicht zu spät veröffentlicht Soulseller Records im Mai die Platte in Deutschland. Mit zwei Bonus Tracks die nicht auf der Doghouse-Version zu finden sind.


Von den ersten Zeilen von "Vermont" an, dem Anfangstitel von "Sweet Weaponry", weiß man was Stella meint, wenn sie sagt: "Unser ultimatives Ziel ist es, unser Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Wir möchten erfolgreich sein, ohne uns zu verbiegen und auf Leute hören zu müssen die uns sagen was cool ist."
 
Nach einem kurzen Abstecher nach Japan kommen Cruiserweight im November 2006 das erste Mal für 3 Wochen nach Europa, um in Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz Shows zu spielen. 
 
Kaum wieder im heimischen Austin, veröffentlichen Sie mit "The Push And Pull" ihre beiden ersten EPs auf einer CD, die zudem auch Demos zweier Songs vom zukünftigen Album enthält.
 
Zwischenzeitlich entdeckt Sängerin Stella mit dem Roller Derby ein neues Hobby für sich, für das sie das Mikrofon mit Rollerblades und Knieschoner eintauscht. 
 
Es dauert dann eine Weile, bis Cruiserweight im April 2008 wieder ins Studio gehen, um den Nachfolger zu "Sweet Weaponry" einzuspielen. Hierfür nimmt man die Hilfe von Stacy Jones, seines Zeichens Sänger und Gitarrist bei American HiFi, als Produzent in Anspruch. Damit nicht genug der prominenten Mitwirkenden. Auch Kay Hanley und Michael Eisenstein von Letters To Cleo und Nina Gordon, ehemals Veruca Salt, werden im Studio gesichtet und übernehmen die Backing Vocals.
 
Die Wartezeit während des Masterings des Albums überbrückt die Band mit der Digitalen EP "Rocks The Moon" für die sie eine Version von Tom Pettys Klassiker "American Girl" aufnehmen.
 
Am 14.11.2008 hat das warten dann ein Ende und Siren Recordings veröffentlicht "Big Bold Letters", so der Titel des zweiten Longplayers, in Europa.
 
Wieder sind es 13 Songs, wieder bekommt man melodischen Rock mit einer gehörigen Portion Pop-Appeal zu hören. Doch die Songs sind reifer, oft wird das Tempo zurückgenommen, damit sie sich entfalten können.
 
Stellas Stimme klingt kräftiger, klarer, schöner als zuvor, reifer. Die Instrumentierung ist definierter, hier und dort wird die elektrische Gitarre mit der Akustischen getauscht, die Drums gehen nicht immer unaufhaltsam nach vorne, sondern nehmen sich an den richtigen Stellen zurück.
 
Das Artwork kommt von Richard Minino, der auch schon Cover für Strike Anywhere und New Mexican Disaster Squad gestaltet hat.
 
Cruiserweight 2008 sind eine Band die sich selbst gefunden zu haben scheint. Und noch immer sind sie die gleichen sympathischen, bodenständigen Texaner mit denen man nach einer Show entspannt ein Bier trinken und sich über Gott und die Welt unterhalten kann. David Hawkinsbringt es auf den Punkt: "In den Jahren, in denen wir jetzt in dieser Band sind, gab es so viele Trends die kamen und gingen. Es hat einfach etwas für sich, einfach du selbst zu sein und die Dinge zu tun die du liebst, weil du sie liebst. Ich denke die Kids sehen, dass wir einfach die sind die wir sind."
 
Überzeugen kann man sich davon auf der kommenden Tour im ersten Quartal 2009.
 
Diskographie:
2000: "First Day Of School" EP
2001: "This Will Undoubtedly Come Out Wrong" EP
2005: "Sweet Weaponry" CD
2007: "The Push And Pull" CD
2008: "Rocks The Moon" iTunes-Exklusiv
2008: "Big Bold Letters"
 

Are...

Stella Maxwell : Vocals
Urny Maxwell : Guitar
Dave Hawkins : Bass
Yogi Maxwell : Drums